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Danke, dass Sie sich für die neuesten Nachrichten aus dem Spätlese Verlag interessieren! Wieder kann ich Ihnen Erfreuliches berichten. Vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels/Frankfurter Buchmesse wurde unser kleines Buch "Frau Kohn und Papa Leimann" ausgewählt, um bei der 25. Internationalen Buchmesse in Jerusalem im Februar in der Sonderkollektion "Jüdische Geschichte und Gegenwart" am deutschen Stand präsentiert zu werden. Das hat uns natürlich sehr gefreut und auch ein wenig stolz gemacht. Wir ergriffen die Gelegenheit, buchten einen Flug nach Tel Aviv und "besuchten" unser Buch in der Ausstellung. Dank guter Freunde schafften wir es sogar, bis zu diesem Zeitpunkt eine hebräische Übersetzung des Buches zu bekommen. Am Stand hatten wir eine Reihe interessanter Gespräche mit den Veranstaltern, und wir konnten uns einen Überblick über den israelischen Buchmarkt verschaffen. Leider besteht in Israel keine Buchpreisbindung, und das hat negative Auswirkungen, gerade für kleine Verlage und Buchhandlungen. So ist es nicht sicher, dass eine hebräische Ausgabe zustande kommt. Aber wir hoffen trotzdem, einen israelischen Verlag zu finden. In der deutschsprachigen israelischen Internetzeitung haGalil erschien kurz nach der Messe eine Besprechung. Dort können Sie auch ein wenig mehr über unsere Reise und "Frau Kohn ...." erfahren, wenn sie möchten! Sonnige Vorfrühlingsgrüße Ihre Erna Hofmann September 2010 Vor 75 Jahren, im September 1935, wurden in Nürnberg die sogenannten Nürnberger Gesetze verabschiedet, die der Diskriminierung und Verfolgung vor allem von jüdischen Mitbürgern eine juristische Handhabe für die Schandtaten im Dritten Reich boten und den Weg in die Todeslager ebnete. Wenn auch vielleicht nicht jeder genau über diese Lager Bescheid wusste, so konnte doch jeder in seiner unmittelbaren Umgebung erkennen, welche Auswirkungen dieses Gesetz auch im täglichen Leben hatte. Genau das beschreibt Inge Obermayer in ihrer Geschichte von "Frau Kohn und Papa Leimann", worin ihr Alter Ego, das kleine Mädchen Didi, mit Staunen merkt, wie Mitschülerinnen verschwinden, bestimmte Leute nicht mehr ins Kino, keine Haustiere besitzen, sich nicht mehr auf eine Parkbank setzen dürfen - und dass niemand darüber spricht! Inge Obermayer las im vergangenen Juni im Nürnberger Dokumentationszentrum des Reichsparteitagsgeländes vor einer Schulklasse aus Baden-Württemberg - den Schülern und Schülerinnen wurde ein beeindruckender Geschichtsunterricht mit einer Zeitzeugin geboten, wie die rege Anschlussdiskussion bewies. Auch auf Einladung der Mädchenrealschule Franz von Assisi in Freilassing konnte Inge Obermayer aus ihrem Buch lesen und sich im persönlichen Gespräch den Fragen der Schülerinnen stellen. Ich hoffe sehr, dass gerade dieses kleine Buch dazu beiträgt, nicht wegzuschauen, persönliche Courage zu zeigen. Auch in heutiger Zeit gibt es dazu Gelegenheit! Wenn Sie, lieber Leser, liebe Leserin dieser Zeilen, Kinder oder Enkel haben, dann kann ich Ihnen das kleine Buch als kleine wertvolle Gabe für diese sehr ans Herz legen. Wir haben den Preis bewusst niedrig gehalten, damit der Kauf nicht an der Kostenfrage scheitert. Ende September hat im Mainfränkischen die Weinlese begonnen und so kann ich ganz elegant wieder mal auf unser "Nürnberger WeinLeseBuch" aufmerksam machen. Denn erstens enthält es eine Fülle von interessanten Geschichten rund um den Wein über die Jahrhunderte hinweg: z.B. woher kam er, welche Sorten trank man, wie machte man ihn haltbar, wie wurde übermäßiger Weingenuss geahndet usw., und als i-Tüpfelchen im Buch: Was hat Nürnberg mit Wein zu tun? Es ist eine echte Überraschung - Sie sollten das im Buch entdecken - ich will es hier nicht verraten! Der Autor ist Weinkenner, Weinliebhaber und im Brotberuf Bibliothekar im Stadtarchiv Nürnberg, er sitzt also gewissermaßen an der Informationsquelle. Das "Nürnberger WeinLeseBuch" eignet sich auch als wunderschönes Geschenk, vielleicht zusammen mit einer Flasche guten Weins, als Dankeschön für eine Einladung, zum kommenden Weihnachtsfest, oder einfach als Lektüre des gewiss nicht trockenen Textes für sich selbst bei einem Glas Wein an einem kühlen Herbstabend ...
August 2010 Ein schöner Artikel über den Verlag ist vor einiger Zeit in der Nürnberger Zeitung erschienen. Den sollten Sie unbedingt einmal lesen! Zu Inge Obermayers Band Inge Obermayer: Frau Kohn und Papa Leimann - Eine Kindheit 1933 - 1945 schreibt die Mainpost ganz richtig: Die unprätentiös-sachlichen Erinnerungen der inzwischen 81-Jährigen verleihen einem massenhaft erlittenen Schicksal individuellen Ausdruck. Noch individueller können Schulkinder seit einiger Zeit die Erlebnisse und Erfahrungen von Inge Obermayer nahe gebracht bekommen, denen die Autorin Auszüge aus ihrem Buch vorliest. Schulklassen aus Franken, aber auch aus Freilassing und Stuttgart konnten und können mit der Autorin sprechen und so einen persönlichen Bezug herstellen. Die Trägerin des Erlanger Kulturpreises besucht die Klassen in ihren Schulen oder im Dokuzentrum am Reichsparteitagsgelände. Die Aktion öffnet eine weitere Tür zum Verständnis der Geschichte, und ich hoffe, dass wir noch viele solcher Veranstaltungen durchführen können! |