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Johann Caspar Beeg 1809 - 1867
Lebenslinien eines Technologen
nachgezeichnet von Franz Sonnenberger und Helmut Schwarz
mit 56 Zeichnungen Beegs, zeitgenössischen Stichen, zahlreichen
Briefen und Dokumenten
Johann Caspar Beeg, ein hochverdienter und zu seiner Zeit hochgeachteter Bürger der Stadt
Nürnberg, ist heute - sehr zu Unrecht - in Vergessenheit geraten. Mit diesem Buch wird der
Versuch unternommen, sein nachhaltiges Wirken zum Wohle der Bürger, insbesondere der
arbeitenden Bevölkerung wieder in Erinnerung zu rufen. Daneben aber spiegelt Beegs
Lebenslauf das 19. Jahrhundert in vielen Facetten wider.
Sein Lebenslauf in Stichpunkten:
Geboren 1809 in Nürnberg - Vater Spiegelbeleger in Heimarbeit (Quecksilber!) -
Armenschüler mit Stipendium der Stadt Nürnberg für die Lehrerausbildung in Altdorf - Lehrer
der evangelischen "Höheren Töchter" in München - im Gefolge König Ottos nach
Griechenland als Beauftragter für das Schulwesen - Reisen nach Kleinasien -
Bekanntschaft mit Fürst Pückler-Muskau - nach 3 Jahren Rückkehr nach Bayern - Studium
der Mathematik mit Promotion - Leiter der Gewerbeschule in Fürth - Einsatz für die
Verbesserung der Produktionsmethoden und -bedingungen in den noch handwerklich
strukturierten Industriebetrieben - Beauftragter des Bayerischen Königreichs und Preisrichter
bei den Weltausstellungen in London (1851 und 1862) und Paris (1855) - Reise nach
London und Birmingham (1853) - Mitglied des Organisationskomitees für die
Zollvereinsausstellung in München - II. Vorstand des Germanischen
Nationalmuseums/Schwiegersohn von Hans von Aufseß - ab 1858 Königlicher
Gewerbskommissär von Mittelfranken und der Stadt Nürnberg - Initiator und wichtige
Vorarbeiten für das Bayerische Gewerbemuseum (aus dem die Landesgewerbeanstalt in
Nürnberg hervorging) - Ehrenbürger der Stadt Fürth - gestorben 1867.
Den Reiz dieser sehr lesenswerten interessanten Biografie bilden die vielen feinen
Zeichnungen Beegs, die seine Erlebnisse vor allem während seines griechischen
Abenteuers festhalten, und seine Briefe. Er war ein fleißiger Briefeschreiber, berichtete z. B.
aus Griechenland seinem Freund und früheren Lehrer, später aus England und Frankreich
seiner Frau, seinem Schwiegervater aus Frankfurt, führte eine rege Korrespondenz mit
Liebig über Alternativen zum Quecksilber für die Spiegelbelegung. All diese Briefe haben die
Wirren der Zeit überstanden und bilden nun den besonderen Charme dieser Publikation.
Daneben verstehen es die Autoren, diese Dokumente in ein rundum gelungenes Porträt
einer Epoche einzubinden.
Die Autoren:
Dr. Franz Sonnenberger, geb. 1951, Studium der Neueren Geschichte und Amerikanistik in
München und Atlanta/USA; Lange Jahre am Centrum Industriekultur in Nürnberg, jetzt
Direktor der Museen der Stadt Nürnberg.
Dr. Helmut Schwarz, geb. 1952, Studium der Anglistik und Geschichte in Erlangen, Berlin und
München. Tätigkeit am Centrum Industriekultur in Nürnberg; jetzt Leiter des Spielzeugmuseums
der Stadt Nürnberg.
Efalin-Festband,
mit 56 Zeichnungen Beegs,
zeitgenössischen Stichen,
zahlreichen Briefen und Dokumenten,
192 Seiten,
21 x 17 cm,
ISBN 978-3-924461-07-2
23,00 €
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