Inge Obermayer

Frau Kohn und Papa Leimann

Eine Kindheit 1933 - 1945


Inge Obermayer skizziert alltägliche persönliche Erlebnisse im sog. Dritten Reich, in der Gegenwartsform, ohne Pathos, ohne Wertung. Doch gerade dadurch fordert sie den Leser zum Nachdenken auf.

In diesen Texten erzählt Didi - das Alter Ego Inge Obermayers - Episoden aus ihrer Kindheit in Berlin und Bad Kissingen. Es sind alltägliche Begebenheiten, die aber schlaglichtartig die Nazizeit nacherfahrbar machen und gerade auch junge Leute anregen werden, Fragen zu stellen. Schulfreundinnen oder nette Nachbarn verschwinden einfach, niemand spricht darüber, die Frage nach Fahnenschmuck stört den Ehefrieden der Eltern, die Hebamme jammert über den schwierigen Job ihres Ehemannes als KZ-Aufseher in Oranienburg, der Blockwart hat ein allgegenwärtiges Auge auf alles, fremdsprachige Lieder dürfen nicht mehr gesungen werden... Verschüttet vom total zerstörten Elternhaus werden Didi und ihre Mutter evakuiert, landen in Bad Kissingen, erleben dort das Kriegsende. Der geliebte Vater ist vermisst und lange nach Kriegsende kommt die Todesnachricht aus einem russischen Lager. Das wache Kind registriert die ungewöhnlichen Ereignisse in seiner unmittelbaren Umgebung, wundert sich oft über die Reaktionen oder auch das unpassende Schweigen der Erwachsenen.

112 Seiten 21 x 15 cm ISBN 978-3-924461-256     9,80 €



Der Band wurde mehrfach sehr positiv rezensiert:

Eine Rezension von Bernd Zachow aus den Nürnberger Nachrichten vom 14. Mai 2009: Eine Rezension von Wolf Ebersberger aus der Nürnberger Zeitung vom 7. Mai 2009:


Diese Rezension ist auch online auf der Webseite der Nürnberger Zeitung zu lesen.




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